Ausstellung: 17.12.2021 – 05.02.2022
Kuratorin: Claudia Schauß


Melitta Moschik greift Bilder, Zeichen sowie Symbole unserer Zeit auf und stellt diese in einen künstlerischen Kontext. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, digitaler Technologie, Semiotik und Ethik. Vielfach geht es ihr um den Einfluss von Massenmedien auf unsere Wahrnehmung. Bilder, die die Welt bewegen, haben durch Transformation in die Kunst Potential Ikonen der Kunst zu werden.
Ihre Themen sind „menschliches Handeln und Sein“, der Mensch in der realen, virtuellen und jenseitigen Welt. Dabei sind in ihren Werken geschichtsträchtige, schwer fassbare Ereignisse wie der Abwurf der Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki, das Attentat 9/11 vor 20 Jahren in New York und die Flüchtlingskrise von 2015 ebenso präsent wie das aktuelle Phänomen des Wiederaufbaus von Grenzzäunen und Mauern. Da, wo wir gerne wegschauen, schaut sie genau hin, schärft unseren Blick und unsere Gedanken. (Textbeitrag: Claudia Schauß)

Die Künstlerin nimmt Zeichen und Symbole der Internetsprache auf und verweist somit auf den virtuellen Raum, auf eine Parallelwelt, die für viele Nutzer bereits zur Wirklichkeit geworden ist. Wachstumsprozesse und Maßsysteme des Menschen interessieren Moschik ebenso wie unsere eigene Vergänglichkeit.

